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Welcher Haustyp passt zu mir? Der 11-Minuten-Check

Haustypen Grafik

Fragst du dich, ob du lieber ein Doppelhaus oder ein Massivhaus bauen sollst? Oder doch besser ein freistehendes Reihenmittelhaus? Dann solltest du diesen Artikel über Haustypen unbedingt lesen.

Das Mindeste, was du nach geschätzten 11 Minuten bekommen wirst, sind bessere Fragen. Eventuell sogar die Antwort darauf, welcher Haustyp am besten zu dir passt. Mit ganz viel Glück verliebst du dich in einen davon. Lies weiter und finde es heraus.

Ein Haus für’s Leben

Ich gehe mal davon aus, dass die wenigsten Häuser für ein Single-Dasein gebaut werden. Die Partnerwahl ist für die meisten Bauherren also bereits erfolgreich abgeschlossen oder in einem vielversprechenden Stadium. Das sollte uns beim Finden des passenden Haustyps doch nützlich sein. Immerhin geht es auch hier um eine langfristige Beziehung mit emotionalen und rationalen Komponenten.

Zum Einstieg in das Thema fasse ich die allgemein bekannte Vorgehensweise für eine erfolgreiche Partnerwahl kurz zusammen:

  • Erstelle eine umfangreiche Liste mit den gewünschten Eigenschaften. Unterteile die Liste in sinnvolle Kategorien wie z.B. Charakter, Aussehen und Intelligenz.

  • Priorisiere die Liste nach dem MoSCoW-Schema: must-have, should-have, could-have, will-not-have

  • Definiere ein Verfahren für die Punktevergabe. Berücksichtige dabei die Priorisierung.

  • Wende das Verfahren auf alle potenziellen Kandidaten an. Der Kandidat mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Bei Gleichstand entscheidet das Los. Gibt es nur einen Kandidaten, gewinnt dieser automatisch.

Die Wahl des richtigen Haustyps läuft im Prinzip genauso ab. Wir müssen nur Charakter, Aussehen und Intelligenz durch geeignetere Kriterien ersetzen. Welche das sind, schauen wir uns jetzt an.

Kriterien für die Unterscheidung der einzelnen Haustypen

Ein Haus ist ein Haus ist ein Haus ist ein Haus. Ganz so einfach ist es nicht. Selbst für eine grobe Betrachtung müssen wir mehrere Kriterien heranziehen, um Haustypen sinnvoll unterscheiden zu können. Wir beschränken uns dabei auf Wohnhäuser.

Wenn du dich im Nachgang etwas intensiver mit der Materie beschäftigst, wirst du feststellen, dass viele der hier auftauchenden Begriffe nicht einheitlich verwendet werden. Daran können wir leider nichts ändern und machen unbeirrt weiter.

Die folgenden Kriterien werden wir uns genauer anschauen:

Haustypen: Geschlossene vs. offene Bauweise

Der Vollständigkeit halber beginnen wir mit der Unterscheidung zwischen geschlossener Bauweise und offener Bauweise. Im Wesentlichen geht es hierbei darum, wie die einzelnen Häuser in einem Baugebiet aneinander grenzen dürfen bzw. müssen. Während die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Aspekte sich mit einzelnen Gebäuden befassen, geht es hier also primär um das Baugebiet als Ganzes. Allgemein geregelt wird die Bauweise in § 22 der Baunutzungsverordnung (BauNVO). Die Festlegung für ein konkretes Baugebiet erfolgt dann im jeweiligen Bebauungsplan.

Im Normalfall sollte dich die offenen Bauweise betreffen. Aber was ist schon normal? Schauen wir uns also beide kurz an.

Geschlossene Bauweise

Bei der geschlossenen Bauweise gehen die Häuser in einem Gebiet quasi nahtlos ineinander über. Sie bilden eine Einheit, die sich von der Umgebung abgrenzt. Beispiele für die geschlossene Bauweise findest du eigentlich in jeder Stadt und oft auch in kleineren Orten. Sogar in der Eifel ist die geschlossene Bauweise mittlerweile angekommen, wie du im Bild am Beispiel des idyllischen Örtchens Monschau sehen kannst.

Geschlossene Bauweise am Beispiel Monschau in der Eifel

Offene Bauweise

Moderne Neubaugebiete sehen im Bebauungsplan meist eine offene Bauweise vor. Der Unterschied zur geschlossenen Bauweise besteht darin, dass einzelne Häuser oder auch Häusergruppen einen seitlichen Grenzabstand zur Nachbarbebauung haben. Das bedeutet nicht, dass es nur freistehende Häuser gibt. Gruppen aus aneinandergrenzenden Häusern (Doppelhäuser, Reihenhäuser) sind auch bei offener Bauweise sehr häufig im Bebauungsplan vorgesehen.

Offene Bauweise Neubaugebiet

Wir beschäftigen uns im weiteren Verlauf mit der offenen Bauweise. Schauen wir uns das nächste Kriterium für die Klassifizierung an:

Haustypen: Einfamilienhaus vs. Mehrfamilienhaus

Ein offensichtliches Merkmal für die Unterscheidung ist die Anzahl der Wohnungen. Jetzt wird es etwas mathematischer, aber ich hoffe, du kannst mir folgen:

Einfamilienhaus = 1 Wohneinheit
Zweifamilienhaus = 2 Wohneinheiten
Mehrfamilienhaus > 2 Wohneinheiten

Hochhäuser in Den Haag

Wir müssen allerdings noch einen Spezialfall betrachten: Die Einliegerwohnung. Es handelt sich dabei um eine zusätzliche, in der Praxis meist abgeschlossene Wohnung in einem Einfamilienhaus, die im Vergleich zur Hauptwohnung von untergeordneter Bedeutung ist (§ 11 II. WoBauG). Durch eine Einliegerwohnung wird aus einem Einfamilienhaus noch kein Zwei- oder Mehrfamilienhaus.

Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern handelt es sich oft um Mietshäuser, bei denen die Kapitalanlage und die Erwirtschaftung von Gewinnen durch Mieteinnahmen im Vordergrund steht.

Statt die Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus zu vermieten, kann man diese natürlich auch als Eigentumswohnungen verkaufen.

Da ich mich weder mit Mietshäusern noch mit Eigentumswohnungen auskenne, halte ich mich mit weiteren Äußerungen zurück. Wenn du dich für dieses Thema interessierst, empfehle ich dir den kostenlosen Podcast vom Finanzrocker Daniel Korth. Zum Beispiel die Folge über Vermögensaufbau mit Immobilien.

Haustypen: Einzelhaus vs. Doppel-, Reihen- und Kettenhaus

Die Unterscheidung zwischen Einzelhaus, Doppelhaus und Reihenhaus sollte jedem geläufig sein. Ich fasse mich entsprechend kurz.

Einzelhaus (Freistehendes Haus)

Ein Einzelhaus steht frei. Es grenzt also keiner Gebäudeseite direkt an ein anderes Haus an. Man spricht deshalb meistens auch von einem freistehenden Haus. Oft wird dieser Begriff im Sinne von „freistehendes Einfamilienhaus“ verwendet. Das ist so nicht ganz korrekt, da ein freistehendes Haus auch genauso gut ein Zwei- oder Mehrfamilienhaus sein kann. Das gilt übrigens auch für Doppel- und Reihenhäuser.

Einzelhaus

Das freistehende Einfamilienhaus dürfte für die meisten Bauherren der favorisierte Haustyp sein. Schauen wir uns die Vor- und Nachteile mal an.

  • Aufgrund des Abstands zum Nachbarhaus hast du deine Ruhe. Mindestens im Innenbereich, bei entsprechender Gründstücksanordnung auch im Außenbereich.

  • Du musst dich bei der äußeren Gestaltung nicht detailliert mit deinem direkten Nachbarn abstimmen. Natürlich musst du dich trotzdem im Rahmen des Erlaubten bewegen und die Bauvorschriften beachten.

  • Du hast mehr Möglichkeiten, Fensterflächen einzuplanen und kannst damit den natürlichen Lichteinfall optimieren. Gegen hellere Innenräume ist selten etwas einzuwenden.

  • Du bist flexibler, was zukünfitge Änderungen oder Erweiterungen betrifft.

  • Du brauchst ein größeres Grundstück und musst dafür entsprechend mehr bezahlen.

  • Die Kosten für den eigentlichen Hausbau fallen in der Regel höher aus, da man im Vergleich zu Doppel- und Reihenhäusern weniger Synergieeffekte nutzen kann (Planung, Materialbeschaffung, Gewerke).

  • Die laufenden Kosten können höher ausfallen. So profitiert man z.B. in der Heizperiode nicht von der indirekten Wärmezufuhr durch direkt angrenzende beheizte Gebäude.

Doppelhaus und Reihenhaus

Doppelhäuser und Reihenhäuser zeichnen sich dadurch aus, dass jedes Haus mit mindestens einer Außenwand an ein benachbartes Haus grenzt. Bei einem Doppelhaus und einem Reihenendhaus teilt man sich eine Außenwand mit dem Nachbarn, bei einem Reihenmittelhaus entsprechend zwei Außenwände mit zwei Nachbarn. Das sorgt für eine behagliche Atmosphäre, die allerdings nicht jedermanns Sache ist.

Reihenhäuser

Die Vor- und Nachteile können wir direkt aus dem vorherigen Abschnitt ableiten:

  • Du kommst mit einem kleineren Grundstück aus und musst dafür entsprechend weniger bezahlen.

  • Die Kosten für den eigentlichen Hausbau fallen in der Regel geringer aus, da du im Vergleich zu einem Einzelhaus mehr Synergieeffekte nutzen kannst (Planung, Materialbeschaffung, Gewerke).

  • Die laufenden Kosten können niedriger ausfallen. So profitiert man z.B. in der Heizperiode von der indirekten Wärmezufuhr durch direkt angrenzende beheizte Gebäude.

  • Durch das direkt angrenzende Nachbarhaus hast du vielleicht weniger Ruhe als dir lieb ist, sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich.

  • Du musst dich bei der äußeren Gestaltung detailliert mit deinem direkten Nachbarn abstimmen. Das muss am Anfang kein Problem sein, kann sich aber im Laufe der Zeit zu einem Problem entwickeln.

  • Du hast weniger Möglichkeiten, Fensterflächen einzuplanen und kannst damit den natürlichen Lichteinfall nicht optimal ausnutzen. Dunkle oder künstlich beleuchtete Innenräume sind nicht gut für’s Gemüt.

  • Du bist nicht so flexibel, was zukünfitge Änderungen oder Erweiterungen betrifft.

Kettenhaus

Eine Sonderrolle nehmen die sogenannten Kettenhäuser ein. Wie herkömmliche Reihenhäuser sind diese prinzipiell gleich oder sehr ähnlich gestaltet, grenzen aber nicht direkt mit einer Außenwand an das Nachbarhaus. Stattdessen wir z.B. eine Garage als koppelndes Element zwischen zwei Häusern genutzt und damit die Reihe insgesamt aufgelockert. Man versucht so, die Vorteile des Reihenhauses mit den Vorteilen des freistehenden Hauses zu kombinieren und die Nachteile in Grenzen zu halten. Ein interessanter Ansatz, finde ich.

Kettenhäuser

Haustypen: Massivhaus vs. Fertighaus

Kommen wir zu einer eher philosophischen Frage: Massivhaus oder Fertighaus?

Stein auf Stein! Das war schon immer das Motto für den Bauherrn, der Wert auf Qualität legt. Ein billiges Fertighaus kommt uns nicht ins Haus, könnte ein mäßig gelungenes Wortspiel lauten. Zumindest ist das eine verbreitete Meinung unter denjenigen, die noch die erste Generation der Fertighäuser erlebt haben. Aber ist diese Ansicht noch zeitgemäß? Ist das Massivhaus immer noch das Nonplusultra?

Massivbauweise

Ich nehme die Antwort vorweg: Das kann man so pauschal nicht sagen. Beide Varianten haben Vorteile und Nachteile. Ich konnte keinen klaren Favoriten identifzieren, und mir persönlich wäre es egal gewesen, ob Massivhaus oder Fertighaus. Unser Hauptgrund dafür, ein Massivhaus zu bauen, war letztendlich das vom Bauträger angebotene Gesamtpaket inklusive Grundstück.

Vielleicht sollten wir aber mal klarstellen, worüber wir hier eigentlich reden:

Massivhaus

Als Massivhäuser bezeichnet man üblicherweise Gebäude, die an Ort und Stelle in Massivbauweise aus Mauerwerk und Beton hergestellt werden. Der Begriff Massivbauweise an sich besagt hierbei eigentlich nur, dass die Wände sowohl die Räume begrenzen als auch die Last tragen. Die Wände können genauso gut auch aus Holz gefertigt sein. Blockhäuser sind ein Beispiel für diese Variante der Massivbauweise. Das Gegenstück zur Massivbauweise ist übrigens nicht die Fertigbauweise, sondern die Skelett- oder Gerippebauweise, wie sie z.B. bei Fachwerkhäusern zum Einsatz kommt. Je nach Kontext wird aber auch Leichtbauweise als Gegenbegriff zu Massivbauweise verwendet.

Fertighaus

Als Fertighäuser werden landläufig solche Gebäude bezeichnet, die mit werksseitig vorgefertigten Bauteilen erstellt werden. Über das verwendete Material und die Bauweise wird dabei eigentlich noch keine Aussage getroffen. Aufgrund der hohen Verbreitung der Holzständerbauweise wird oft davon ausgegangen, dass dies beim Fertighaus die einzige Variante ist. Ist es allerdings nicht. Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es nämlich das an Popularität gewinnende massive Fertighaus, also ein Fertighaus in Massivbauweise mit vorgefertigten Bauteilen aus Stein und Beton.

Was ist besser? Massivhaus oder Fertighaus?

Jetzt müsste eigentlich die Liste mit Vor- und Nachteilen kommen, die dir bei der Entscheidungsfindung hilft. Ich habe mich dagegen entschieden, und zwar aus folgendem Grund: Das Internet ist voll mit solchen Listen, aber ich finde, dass sie der Komplexität des Themas nicht gerecht werden und oft Äpfel mit Birnen verglichen werden.

In punkto Qualität und Wiederverkaufswert nähern sich Massiv- und Fertighäuser immer weiter an. Fertighäuser haben bei der Bauzeit weiterhin die Nase vorn, dafür bist du in der Gestaltung eingeschränkter. Aber was hilft dir das? Würdest du das perfekte Grundstück ablehnen, wenn du es nur in Kombination mit einem Massivhaus bekommen kannst? Würdest du auf ein Massivhaus pochen, wenn der Fertighausanbieter dein Traumhaus quasi von der Stange liefern kann? Ich nicht.

Die einzige Empfehlung, die ich dir an dieser Stelle geben kann, ist folgende: Mache dir ein klares Bild davon, welche Anforderungen du an dein zukünftiges Haus hast. Nimm dafür am besten meine ultimative Wunschliste als Startpunkt. Gehe dann ergebnisoffen in die Gespräche mit Architekten, Massivhaus- und Fertighausanbietern, um die für dich beste und preislich attraktivste Variante zu finden.

Haustypen: Architektenhaus vs. Typenhaus

Ein Architektenhaus ist der Inbegriff von Individualität beim Hausbau. Deiner Phantasie werden nur durch dein Portemonnaie Grenzen gesetzt. Und durch das Bauamt. Der Architekt durchläuft mit dir einen strukturierten Prozess, in dem dein individuelles Eigenheim Schritt für Schritt entsteht. Dabei werden deine Anforderungen und finanziellen Möglichkeiten sowie die Vorgaben der Behörden in Einklang gebracht. Du hast außerdem die Möglichkeit, während der gesamten Bauzeit auf die Unterstützung des Architekten zurückzugreifen, zum Beispiel bei der Ausschreibung der einzelnen Gewerke.

Architekturzeichnung

Beim Typenhaus hingegen handelt es sich um ein Haus von der Stange. Durch eine standardisierte Planung und Umsetzung lassen sich im Vergleich zu individuell geplanten Häusern die Kosten spürbar senken. Allerdings sind meist nur geringfügige Anpassungen an der Architektur möglich. Die Flexibilität hängt hierbei vom jeweiligen Anbieter ab. Bei Fertighäusern war dieses Modell schon immer im Einsatz, aber auch bei Massivhäusern ist es mittlerweile verbreitet. Typenhäuser kannst du dir in den Ausstellungen der Anbieter live anschauen.

Wie immer gibt es Mischformen. Bei uns war es zum Beispiel so, dass der Bauträger die Entwürfe bereits fertig hatte, als wir in’s Gespräch kamen. Da die Baugenehmigung noch ausstand, konnten wir aber direkt mit dem Architekten Änderungen besprechen, die dann auch umgesetzt wurden. Bei einer Stückzahl von insgesamt zwei gleichartigen Gebäuden würde ich nicht von einem Typenhaus sprechen. Ein reines Architektenhaus war es aber auch nicht, da wir natürlich nur eingeschränkt Einfluss auf die finale Gestaltung hatten.

Haustypen: Eingeschossig vs. mehrgeschossig

Treppensteigen ist gesund! Dein Herz-Kreislauf-System wird es dir danken, wenn du täglich ein paar Höhenmeter zurücklegst. In einem Haus mit Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss kommt da schnell was zusammen, weil die Sachen immer genau da stehen, wo man gerade nicht ist.

Bei eingeschossigen Häusern wird es schwierig mit den Höhenmetern. In einem Bungalow spielt sich das Leben in der Ebene ab. Das ist im Alter natürlich sehr hilfreich. Vor allem, wenn du in jungen Jahren keinen Wert auf’s Treppensteigen gelegt hast.

Rohbautreppe

Altersgerechtes Wohnen gehört bei eingeschossigen Häusern quasi zur Standardausstattung. Bei mehrgeschossigen Häusern muss man sich da schon mehr Mühe geben und entsprechend Platz für einen zukünftigen Treppenlift oder Aufzug vorsehen. Allerdings erfordert die eingeschossige Bauweise bei gleicher Wohnfläche naturgemäß ein größeres Grundstück. Das erhöht die Kosten und schränkt die Standortwahl ein. Im städtischen Raum muss man lange suchen und tief in die Tasche greifen.

Haustypen: Dumb Home vs. Smart Home?

Immer mehr Anbieter werben mit Smart Homes und appellieren damit an die Bequemlichkeit und Technikverliebtheit der zukünftigen Bewohner. Auch du solltest dir Gedanken darüber machen, wie clever dein zukünftiges Haus sein soll. Die Bandbreite zwischen klassischer Dummheit und künstlicher Intelligenz ist enorm. Jeder Punkt auf der imaginären IQ-Skala kostet dich Geld. Hier das richtige Maß zu finden, ist nicht einfach. Aufgrund der Komplexität behandeln wir dieses Thema in separaten Artikeln.

Smart Home Schaubild

Haustypen nach Energiebedarf

Wie nicht anders zu erwarten, gibt es auch beim Energiebedarf eine große Bandbreite, aus der du wählen kannst.

Selbst wenn du keinen gesteigerten Wert auf Umweltschutz legen solltest, was ich nicht hoffe, wirst du dich bei einem Neubau an die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) halten müssen. Eine mit Kohleöfen beheizte Drecksschleuder wirst du nicht genehmigt bekommen, dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

Kraftwerk

Je weiter du den Energieverbrauch senkst, desto niedriger werden deine laufenden Kosten ausfallen und desto mehr Fördermöglichkeiten wirst du in Anspruch nehmen können. Stichwort: KfW-Effizienzhaus. Deine Kalkulation sollte allerdings auch die erhöhten Baukosten mit einbeziehen, die z.B. durch zusätzliche Dämmung und durch aktive Lüftungsvorrichtungen entstehen.

Bei Passivhäusern und Nullenergiehäusern geht der Energiebedarf über’s Jahr betrachtet gegen Null. Plusenergiehäuser erwirtschaften sogar einen Überschuss an Energie.

Natürlich gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, was Sinn macht und was nicht. Auch dieses Thema müssen wir aufgrund der Komplexität vertagen.

Haustypen nach Stilrichtung

Wenn du aus allen bisher besprochenen Haustypen die für dich geeignete Kombination herausgepickt hast, können wir uns der nächsten Eigenschaft widmen: dem Stil.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Von daher werde ich gar nicht erst versuchen, dir die Klinkerfassade und die glänzend-blauen Dachziegel auszureden. Hauptsache, dir gefällt es und ich es muss es nicht jeden Tag sehen.

Die Auswahl an unterschiedlichen Stilrichtungen und Mischformen ist sehr umfangreich. Wenn du keine klare Vorstellung davon hast, was dir gefällt, nimm dir ein Wochenende Zeit und schau dich in deiner Stadt oder in Fertighausausstellungen in deiner Nähe um. Auch Haus-Zeitschriften bieten sich an, um einen Überblick zu bekommen. Am besten machst du Fotos von allem, was dir gefällt, und nimmst dann die komplette Sammlung mit zu deinem Architekten oder zum Hausanbieter deines Vertrauens.

Hier eine kleine Zusammenstellung:

Haus mit Satteldach

Die zeitlose Variante mit Satteldach

Haustyp Bauhaus

Allseits begehrte Bauhaus-Würfel

Haus mit Pultdach

Pultdach, nicht nur für LehrerInnen

Stadtvilla mit Zeltdach

Zeltdach für Campingfans

Haustyp Schwedenhaus

Schwedenhaus für Holzliebhaber

Haustyp Blockhaus

Blockhaus für Steakliebhaber

Mediterranes Haus

Mediterraner „Chic“ für Dauerurlauber

Villa im Grünen

Villa im Grünen für Gutbetuchte

Haustyp Landsitz

Landsitz für Großgrundbesitzer

Haustyp Tiny House

Tiny House für Minimalisten

Haustyp Mobile Home

Mobile Home für Eminem Fans

Hausboot

Hausboot für Kelly Family Fans

Und, ist dein Typ dabei?

Hast du den Haustyp gefunden, der dich anspricht? Oder brauchst du noch eine kleine Hilfestellung? Für den Fall der Fälle:

  • Bist du der vernünftige, bescheidene, gesellige Typ, der einfach nur ein eigenes Dach über dem Kopf haben möchte? Hast du Angst im Dunkeln? Wie wäre es mit einem Doppel- oder Reihenhaus?

  • Individualität ist dir wichtiger als alles andere und du bist finanziell bestens aufgestellt? Dann kommt eigentlich nur ein Architektenhaus in Frage. Als freistehendes Einfamilienhaus natürlich.

  • Bist du überzeugter Sportler? Dann empfehle ich dir zwei Stockwerke plus Keller, in dem du dein Fitnessstudio unterbringen kannst.

  • Hast du Angst vor dem Alter? Hast du morgens Probleme beim Socken anziehen? Hört sich nach Bungalow-Zielpublikum an.

  • Brauchst du einen intelligenten Gesprächspartner? Dann rede mit deiner Frau oder deinem Mann. Zusätzlich kannst du in ein Smart Home mit Sprachsteuerung investieren.

  • Bist du Ästhet mit großem Geldbeutel? Eine Villa im Bauhhaus-Stil könnte dich glücklich machen.

  • Bist du Ästhet mit kleinerem Geldbeutel? Ein kleines Bauhaus sieht schnell so aus, als hätte man lieber das große gehabt. Schau dir vielleicht mal moderne Häuser mit Sattel-, Pult- oder Zeltdach an.

  • Wärst du lieber in Italien? Häuser im meditteranen Stil gibt’s auch in Deutschland.

  • Zeigst du gerne, was du hast? Dann bereichere doch die Reihenhaussiedlung mit deiner Stadtvilla. Man wird es dir sicher danken.

  • Ist dir wichtig, die nächste Fridays for Future Demo mit einem Plusenergiehaus-Schild anzuführen? Du hast es in der Hand.

Die 11 Minuten sind rum

Hast du dich in einen Haustypen verliebt? Falls nicht, versuche es doch in 11 Minuten nochmal.

Wie auch immer du dich entscheidest: Achte darauf, dass der Charakter deines Hauses mit deinem eigenen Charakter kompatibel ist. Dass es unabdingbar ist, deine finanzielle Situation zu berücksichtigen, habe ich in anderen Beiträgen schon mehrfach betont.

Und damit du nicht vergisst, wofür du dich entschieden hast, trage deine Ergebnisse am besten direkt in deine persönliche Traumhaus-Wunschliste ein!

Bis zum nächsten Mal …

P.S.: Du hast es nicht mal ansatzweise geschafft, den Artikel in 11 Minuten zu lesen? Dann klicke hier!*

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!

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